Bewusstsein und Liebe
Diesen Vortrag mit Beantwortung von Fragen hielt Bhashkar Perinchery auf dem Rainbow-Spirit-Festival in Baden-Baden 2007.
Video Teil 1 Bewusstsein als Verwirklichung des Potentials, die Öffnung der Wahrnehmung, Leben als Traum oder Alptraum, die Aufgabe des Menschen; Verwirrung, Verwicklung und das „Gesunde“ daran; Bewusstwerdung als Mischung von Initiative, Arbeit, Spiel, Geduld und Humor; Ansammlung von Wissen, Vergesslichkeit als Dunkelheit und die Taschenlampe des Bewusstseins, der Lotus im Herzen, das menschliche Potential zu Liebe und Freude aber auch zu Unglück und Zerstörung, der vergessene Schatz in uns selbst, Leben als Versteckspiel mit Verlieren und Wiederentdecken, Jesus Aussage: „Werdet wie die Kinder“, Ego als vorübergehender Faktor, die Metamorphose darüber hinaus
Teil 2 Leben ist mehr, Logik als Interpretation der Realität, Gefahr bei Unterdrückung von Sensibilität und Empfindungen, Notwendigkeit der Innenschau; Name, Nationalität und Tod sind keine absolute Realität; Leben als Tanz zwischen den Dimensionen der Zeit und der Zeitlosigkeit; die Geschichte von Shiva, der die Arbeit einstellte; der Tod als Teil der Lebensdynamik; Schmerz, Ekstase und die Zerbrechlichkeit von allem; Kriminalität und Bestrafung brauchen eine schöpferische Antwort
Teil 3 Gewöhnung an Äußerlichkeiten, Bewusstsein als Wachheit und Sympathie für uns selbst, mit der Energie des Lebens fließen – Dualität zusammenbringen, Meditation als Prozess der Erreichbarkeit für die Natur und den Lebensfluss: VIHAP – das vitale Harmonisierungsphänomen, nicht kämpferisch sondern wachsame Erreichbarkeit: „Dein Wille geschehe“, die wirkliche Bedeutung des Wortes Respekt, Umweltbewusstsein als Wahrnehmung der Verbundenheit von allem mit allem, jeder trägt seine Badewanne der Manifestationen mit sich herum, Liebe und Zerstörung: die gleiche Energie in anderer Form
Teil 4 Wachsamkeit als Ausrichtung der Aufmerksamkeit nach innen, Verspieltheit und Leichtigkeit als Nebeneffekt der Wachheit, gesundes Leben im Gleichgewicht zwischen Aktivität und Stille, Schlaf als natürlicher Harmonisierungsprozess, Sushupti und Samadhi – natürliche Zustände ohne Einmischung durch den Menschen, Schmerz als Auslöser für die bewusste Entscheidung zur Erkundung der Realität, der Umgang mit negativen Gedanken und Gefühlen: wahrnehmen ohne Identifikation, Übungen hierfür: z.B. die Vipassana-Meditation – die Beobachtung des Atems, Beobachtung ohne Partei zu ergreifen und ohne Identifikation; wahrnehmen, was sich in uns abspielt
Bhashkar hielt diesen Vortrag Anfang März 2008 im Rahmen der Vortragsreihe: "Die Verwicklung in Süchte aller Art."
Video Teil 1 Der gleiche Wortstamm von Sucht und Suchen, Suche nach dem Glück, die Gier nach Aufregung und Vergnügen, die Verwicklung in Sucht, Potential des Menschen zum Bewusstsein, das Abenteuer des Lebens, die Herausforderung Fehler machen zu können, das Streben nach Wachheit und Stille, die Suche nach der eigenen Natur
Teil 2 George Gurdjieffs Provokation durch den Ausspruch: „Der Mensch hat keine Seele“; die Sufi-Geschichte vom Bettler, der sein Leben lang auf einem Schatz saß; Vergänglichkeit im Leben, die Hoffnung Glück im Außen zu finden, die Sucht nach mehr, die Geschichte des Mystikers Ram Baja („König der Könige“), bewusst mit unserem Verlangen sein, Abhängigkeit von Vergnügen gleich Sucht, kein Ersatz für unser wahres Selbst, der Alkoholiker und der Mystiker, Bewusstheit durch Verlangsamung und bewusstes Fühlen und Dasein
Teil 3 Die wissenschaftliche Erklärung von Glücksgefühlen, Glückseligkeit als unsere wahre Natur, Genuss als Einblick in unser Potential; Äußeres nur als Auslöser, unser immerwährendes inneres Glück zu erfahren; die Realität auf tiefere Art bewusst erfahren, als Mensch sich seiner tierischen Grundlagen bewusst werden, Glück als unterschwellige Grundlage, jeder Moment als Geschenk, Erklärungen für den Verstand, der Poet D. H. Lawrence: „Die Blätter sind grün, weil die Blätter grün sind.“, durch Wissenschaft zur Mystik, Verstandeswissen nicht die Wahrheit, direkte Wahrnehmung jenseits des Verstandes, mit dem Herzen und tiefer Sensibilität sein, der Verstand nur als Werkzeug
Teil 4 Der Sufi-Spruch: „Wer einen Schritt auf Gott zu macht, auf den macht Gott tausend und einen Schritt zu.“, der spielerische Umgang mit Gewohnheiten und Süchten, Wachheit im Alltagsleben; sein mit dem, was da ist; Vertrauen zur inneren Realität, Wachheit gegenüber Wut oder Gewohnheiten als automatische Reaktion in spielerischer Art ohne Kampf, sich auch dem Schmerz in einer Sucht bewusst werden, Suche nach der Wahrheit jenseits des Verstandes, das unaussprechbare Wunder der Wirklichkeit

Der gebürtige Inder Bhashkar Perinchery, von seinen Freunden auch Fil, „Freund des inneren Lichts“ genannt, begleitet seit über 30 Jahren Menschen auf dem inneren Weg. Er ist ein spiritueller Lehrer, der sein Wissen auf eine stille und unauffällige Art und Weise teilt. Bhashkar hält Vortragsreihen, Workshops, Seminare und Trainings im In- und Ausland und ist Autor der Bücher „VIHAP – Das Geheimnis für ein Leben voller Freude“ und „Brücken zum Wunderbaren“ (die amerikanische Version ist „The source of joy within“) sowie der Schriftenreihe „Individuelle Initiative“. Zudem sind zahlreiche Gespräche und Vortragsreihen von ihm auf CD und DVD veröffentlicht. Außerdem ist Bhashkar der Initiator der Universalen und Multiversalen Akademie in Freiburg, wo Menschen auf der inneren Suche Unterstützung finden.
Zu Biographien sagt Bhashkar Perinchery: „In Indien gibt es einen Spruch: ‚Frage niemals einen Mann Gottes, einen Mystiker, nach seiner Biographie.’ Biographien sind Teil unseres Versuchs, alles auf menschliche Art einzuordnen und festzulegen. Das ist aber in Wirklichkeit kein richtiges Verstehen, sondern eher ein Versuch, das Unbekannte nach unseren gewohnten Mustern, unserer gewohnten Umgangsweise, irgendwie einzuordnen. Eigentlich verstößt es gegen den ursprünglichen Sinn, weil ein Mensch, der sich tiefer mit der Realität befasst hat, die Menschen daran erinnert, dass das Leben eine nichtdualistische Realität ist. Sicherlich spielt dabei die Dimension unserer so genannten normalen Realität eine Rolle. Dennoch ist es wichtig, sich damit zu befassen, so dass man nicht im Glauben verfangen wird, dass durch die Vergangenheit eines Menschen seine Gegenwart definiert werden kann.“
Letzte Aktualisierung: 8. Juni 2008
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