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Cesar Teruel: Das „Ich bin“ ist Stille

Ein Satsang mit Cesar Teruel, aufgezeichnet im Mai 2009 in Berlin.

 

Initiates file downloadVideo Teil 1:

Cesars Erleben beim Tod seines Lehrers Ratan Lal. Starke Emotionen, die nach einigen Sekunden vorbeigingen. Wer ist der Lehrer, wenn nicht dein eigenes Selbst? Es ist immer da. Jedes Gefühl, jeder Gedanke, der von der Seite aus betrachtet wird, löst sich auf. Kein Gedanke kann unter dem Licht des Betrachtet-Werdens überleben (Ramana Maharshi). Wer bin ich? Ich, Ego, Individuum, Person, Unwissenheit, Maya, Illusion meint alles dasselbe. Namen für ein mentales Selbst, das nicht wirklich existiert. Wenn es untersucht wird, verschwindet es. Alles was ich denke IST nicht. Alles ist ok, alles und jeder, der existiert ist vollkommen in Ordnung. Der Unterschied zwischen Realität und Illusion: Was real ist muss beständig sein, immer da, unveränderlich, nicht beeinflusst von irgend etwas. Alles, was erscheint und wieder verschwindet kann nicht real sein. Die Wirklichkeit enthält die Unwirklichkeit – Gefühle, Konzepte, Gedanken kommen und gehen, sind nicht real. Das Selbst, Bewusstsein, die Wirklichkeit sind genau jetzt, genau hier. Der Verstand, das nicht wirkliche Selbst bedeckt sie. Indem man das „Ich“ erforscht verschwindet es und das reale Selbst erscheint – so einfach! Den Verstand nicht bekämpfen oder kontrollieren müssen. Eine sanfte Verschiebung der Aufmerksamkeit von den Gedanken hin zu ihrem Ursprung, das ist alles. Unsere Identität ist die Quelle, nicht das, was aus ihr aufgestiegen ist.

 

Initiates file downloadTeil 2:

Das „Ich bin“ ist Stille, wenn die Gedanken verschwinden ist da Stille. Das Leben wird von selbst weitergehen, nicht nötig darüber nachzudenken oder sich Sorgen zu machen. Das Erforschen endet, wenn die Gedanken verschwinden. Alles existiert auf der darunter liegenden Schicht von Stille. Im Satsang geht es darum zu lernen, in diese Stille einzutreten. Stille im Satsang ist sogar besser als Reden. Wenn Anstrengung da ist, ist der Verstand da. „Mentale Gymnastik“, Denken, ist anstrengend. Gut-schlecht, richtig-falsch – das kommt alles vom Verstand. Das Erforschen ist eine Ganztagspraxis, nicht etwas, was wir mal zehn Minuten lang tun. Der Zustand der Stille ist nicht Dumpfheit. Es ist wie eine dynamische Stille. Nicht Cesar, der diese Lebendigkeit erfährt, sondern diese Lebendigkeit, die Cesar erfährt. Du bist DAS. Wenn DAS erfahren wird, lachst du vielleicht wie ein Idiot – na und?

 

Initiates file downloadTeil 3:

Blockaden. Eine Erfahrung mit halluzinogenen Pilzen. Die Erfahrung ist nicht das Problem, sondern das Nachdenken darüber. Nur eine weitere Illusion. Alle Erfahrungen, ob natürlich oder künstlich herbeigeführt, verändern sich ständig. Die Suche nach Erfahrungen ist das Problem. Das Erreichen von psychischen Kräften wie Levitieren oder außerkörperliche Erlebnisse hat nichts mit Erleuchtung zu tun. Wer du wirklich bist hat keinen Körper, es ist Bewusstheit. Erst wenn du weißt, wer du bist, werden Erfahrungen dich nicht mehr stören. Wenn wir im Hier und Jetzt wären, würden keine Fragen auftauchen. Ein wahrer Lehrer weiß, dass er dir nichts geben oder beibringen kann. Er wird dich anleiten, hier und jetzt still zu sein. Suchen und Wünschen sind immer vom Verstand. Hör auf zu suchen. Sei einfach bewusst. Bewusstheit ist Stille und Frieden. Der wunschlose Zustand.

 

Cesar Teruel: Leben im natürlichen, mühelosen, wahllosen Selbst

Video Teil 1:
Der begrenzte freie Wille; nur etwas wählen können, das man kennt; die Analogie von der Kuh mit dem Strick um den Hals; die Möglichkeit, ein Leben ohne Wahl zu leben; die Angst davor, keine Sicherheiten zu haben; leben im natürlichen, mühelosen, wahllosen Selbst, ohne Anstrengung; Illusion wird zum Freund; sehen, was als Nächstes kommt; die Hand offen lassen; dieselbe Erfahrung im Satsang: Aufsteigen der Lösung, der Antwort auf die Frage, geschieht; nicht wissen, sein. Keine Wahrheit in den Worten, nur Hinweise; Bewusstsein kreiert und zerstört Formen, sein Lieblingsspiel; die Illusion von allem und die Frage: Was ist real? Illusion aus Realität kreiert; Identität mit der Reflexion und das ursprüngliche Gesicht; Befreiung von dem, was man darüber denkt: einfach, jedoch sehr tiefgründig; alte und neue Hinweise auf im Grunde dasselbe; es immer und immer wieder hören; schnappen und reinhämmern bis es bricht.  

 

Teil 2:

Klarheit, dann wieder konzeptuelles Denken; wegnehmen, was die Stille bedeckt; über das Nachdenken; Aufsteigen von Gedanken immer erst lange nach der ursprünglichen Erfahrung; Mind kommt immer zu spät; Verschmelzen in der Wahrheit wie unter Wasser nicht reden können: Erst über Wasser kann man darüber sprechen, jedoch eine Mitteilung darüber ist unmöglich, nur die Erfahrung selber kann man machen: geh, spring, tauche, sieh, erforsche; einziges Hindernis: die Identität mit der Form; der Gedanke „ich“, das ist Mind; kein Gedanke, niemand da; Sonne und Schatten; „ich“, der Schatten innerer Materie; bei Sonne direkt von oben: kein Schatten; Person als selbst ein Gedanke; kein Gedanke kann denken; in der Vergangenheit ohne Bücher, die Praxis zuzuhören; anschließend einsinken, darüber meditieren, wie Nahrung aufnehmen, verdauen, assimilieren. Alles geschieht; die Welt als Wand im Raum, drehe dich um, schaue nach innen, du bist schon frei; die Wahrheit kommt zu dir; der Humor als sechster Sinn.

 

 

Cesar Teruel: Der gleiche Frieden wie im Tiefschlaf

Video Teil 1:

Einladung zu erfahren, wer du wirklich bist; nachforschen; Erforschen des Glaubens an das, was wir denken; Aufmerksamkeit schläft; vorher und nachher wissen, im Moment wissen; im Tiefschlaf sein, im Wachzustand bewusst sein; Theorie zur Tatsache machen; gewahr sein, für das Etwas, das hier für dich ist, das du bist: glücklich sein, Frieden und Liebe; die wahre Natur, das eigene Selbst realisieren; die bewusste oder nicht bewusst Suche eines jedes Menschen; die Aufmerksamkeit von allen Objekten wegnehmen – auch vom Denken: ich bin das; Aufmerksamkeit auf Subjekt verlagern; die Frage: „Wer bin ich ohne den Körper, ohne den Mind?“; Begleitung bis zum Rand der Klippe – dann springen, sonst bleibt es Glaube, Geschichte; die Gewissheit der eigenen Erfahrung, des erwachten Schlafs; im Tiefschlaf ohne Angst; die Erforschung des Ichs nur im Wachzustand möglich; frei von Gedanken, gleichzeitig gewahr; das immer gewahre Bewusstsein; sich bewusst sein, dass du Bewusstsein bist.

 

 

Teil 2:

Lärm im Kopf, Objekt der Wahrnehmung; Aufmerksamkeit zum Raum, in dem der Lärm existiert; Entdeckung des Nichts, der Leere, des Vakuums, des Raumes der Stille, des Friedens; Lärm und Raum, Gedanken und Stille; in der Stille der verringerte Lärm; von Lärm wissen, Raum sein; diesen sanften, leichten Wandel üben: Verlagerung der Aufmerksamkeit zum Raum – überall und zu jeder Zeit möglich; Verschmelzen des Lärms ins Nichts; Lärm kommt zurück, ist jedoch reduzierter; Auflösung nach und nach; das einzige Klassenzimmer ohne Lehrmaterial; Mind kann das nicht verstehen; Gedanken verschwinden darin; Stille und Raum, in dem alles existiert; nichts davon getrennt, nichts außerhalb; diesen Frieden und diese Schönheit genießen; von nichts anderem mehr wissen möchten, auch nicht von Spiritualität.

 

Teil 3:

Der Mind und unangenehme Gefühle und sich dessen gewahr werden; nicht mit den Gedanken spielen; das Problem der Identität damit, sich schlecht zu fühlen; die vielen Formen des Egos sehen, keine davon sein; still sein in der Dynamik des lebendigen Seins; durch den Nebel hindurch gehen, ihn hinter sich lassen – die Illusion dessen erkennen; Raum sein; Müll, Konzepte und Ideen an die Oberfläche kommen und gehen lassen – Identifikation damit bedeutet Anstrengung; hinter den Mind, den Körper und allem anderen gehen, jenseits davon bist du schon. Mind macht körperlichen Schmerz zum Problem; freundlicher Umgang mit körperlichem Schmerz; ihn willkommen heißen wie das Vergnügen; ihn nicht ablehnen, nicht damit kämpfen; Schmerz und Frieden, Vergnügen und Frieden; der Frieden ist immer da.

 

 

Cesar Teruel

Cesar Teruel wurde 1969 in Venezuela geboren und war seit seiner Kindheit zutiefst an Spiritualität interessiert.  Cesar: „1998 ging ich nach Indien, um nach der Wahrheit zu suchen. Dort wurde mir vorgeschlagen, den Ashram eines Heiligen namens Ramana Maharshi zu besuchen, der in der Mitte des letzten Jahrhunderts gestorben war. Als ich das Ashramtor durchschritt, wurde ich stark von einer bestimmten Halle angezogen und sobald ich einen Blick auf die Statue des Heiligen geworfen hatte, fühlte ich einen Schock, eine Lähmung, wie wenn man plötzlich die größte Angst seines Lebens hat! Mein Mind hielt an und ich war von einer tiefen Stille umgeben. Die Erfahrung ging tiefer und nach einiger Zeit konnte ich meinen Körper nicht mehr fühlen und was immer ich gedacht hatte, dass das ich sei, der Körper und der Mind oder die Persönlichkeit, verschwand einfach. Ich fühlte mich als Raum und die Manifestation oder die Welt trieben darin nur als reines Spiel von Licht und Farbe umher. Zu der Zeit wusste ich nicht, dass ich das erfuhr, was man ‚Erleuchtung’ oder ‚die Wahrheit’ nennt. Nachdem ich mein Körperbewusstsein wiedererlangt hatte, war niemand da, der diese Erfahrung als real bestätigte und so ging sie scheinbar verloren. Nach einiger Zeit in Indien traf ich meinen Lehrer, Sri Ratan Lal. Er führte mich dahin, die gleiche Erfahrung, die ich im Ramana Maharshi Ashram hatte, wiederzugewinnen durch die Frage: ‚Wer bin ich?’, also Selbsterforschung. Danach verschwand mein altes Gefühl von Selbst, das in der Identität mit dem Körper und dem Mind gegründet war und mein Selbst gründete sich in meiner wahren Natur: Bewusstsein.”

Seit Juli 2005, nachdem sein Lehrer verstorben war, hält Cesar, einer Bitte seines Lehrers entsprechend, an sechs Tagen in der Woche in Puttaparthi öffentlich Satsang. Er teilt seine Erfahrung und sein Wissen mit anderen Wahrheitssuchern und hilft ihnen so, ihr wahres Selbst zu realisieren. Inzwischen bereist er unter anderem Europa, um Satsang zu geben. Cesar Teruel gehört keiner Religion an und steht mit keiner spirituellen Organisation in Verbindung.
 

 

Mehr Info über Cesar Teruel:

www.cesarteruel-satsang.com

Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2010