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Andre Jacomet: Mit dem sein, was ist – Frieden

Dieses Interview mit Andre Jacomet ist von Mai 2017, Fragen von Devasetu. Es geht um inneren und teilweise auch um äußeren Frieden.

 

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Frieden heißt mit dem zu sein, was ist. Das heißt, Akzeptanz und Sein, mit dem was ist. In jedem Moment. Wir sind süchtig danach, uns an Gedanken zu hängen und künstliche Welten in unserem Kopf zu erschaffen, die mit dem, was jetzt hier ist, nichts zu tun haben. Die Sucht nach Gedanken ist einfach da, es geht darum, diesen Mechanismus zu verstehen. Wenn wir mehr und mehr diese Zyklen erkennen und abschließen können, werden wir freier. Dazu sollten wir die Aufmerksamkeit innen halten, und mit dem sein, was ist. Auch mit Schmerzhaftem und Unangenehmem, z.B. Gefühle zu Ende fühlen, Gedanken beobachten. Der Keller sollte aufgeräumt sein, um im Hier und Jetzt zu sein. Die Dinge werden ständig vom Leben präsentiert, die im Moment dran sind. Für mich ist es das Schönste, mit dem zu sein, was ist, und das hat mit Wahrheit zu tun. Dadurch verkörpere ich etwas, was ständig da ist. Das ist ansteckend. Das kann Resonanz erzeugen. Ich bin sowohl identifiziert mit dem Körper, als auch mit der Weite und Energie von Allem. Da ist die Enge des Körpers und die Weite des Einen. Wir sind Ausdruck von Leben, mit all den Geschichten, die dazu gehören. Es geht darum, sich aus dem Weg zu nehmen, damit sich das Leben ausdrücken kann. Da sind die Vögel, das Meeresrauschen, und auch die Stille, die allem zugrunde liegt. Kommt das Wort Krieg von kriegen wollen? Ich werde darüber nachdenken und lasse es dich dann wissen, Devasetu. Im Hier und Jetzt verankert sein, egal, was passiert. Gesundes Menschsein reicht. Auf Gomera hier ist es sehr leicht, trotz der wechselvollen Geschichte dieser Insel. Die Natur ist durch das Vulkangestein sehr intensiv und extrem. Hier arbeite ich gerne mit Menschen. Die Insel unterstützt enorm bei der Arbeit. Ziel von Therapie ist es, das Nervensystem von Klienten so zu verändern, dass es von Allein-Sein zu Hier-bin-Ich pulsiert, hin und zurück. Das heißt Orientierung. Ich schaue um mich, was wirk-lich ist. Das ist die Voraussetzung für Trauma-Heilung. Eine aufrichtige, große Toleranz zu dem, was passiert. Auch anderen ihren eigenen Weg zugestehen, auch wenn der uns nicht passt.

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Andre Jacomet: In der Innenschau offenbart sich das gesamte Universum

Dieses Interview führte Romen Banerjee mit Andre Jacomet im Mai 2015.

 

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Über Andre Jacomets Intention, sich mit spirituellen Themen zu beschäftigen; die Bedeutung früherer Leben in der Trauma-Arbeit; über die Frage, ob es überhaupt frühere Leben gegeben hat; die Arbeitsmethoden von Andre Jacomet; der pulsierende Wechsel zwischen dem Ich hier, in Beziehung um mich herum und der Ausdehnung über das gesamte Universum; alle Stadien zwischen diesen Seinsformen sind möglich in den verschiedenen Perspektiven; alles, was lebt, pulsiert und ist dem Wechsel zwischen Aktivierung und Deaktivierung unterworfen; das ganze Universum ist Bewusstsein und in diesem Bewusstsein gibt es kondensierte Stellen von Bewusstsein; je mehr Bewusstsein kondensiert, desto mehr materiell wird es; wir Menschen sind kondensiertes Bewusstsein, das gibt uns die Möglichkeit, aus einer bestimmten Perspektive zu schauen und von da aus die Welt und uns selbst zu erkennen; die Erkenntnis, dass mein Gegenüber, so wie ich, kondensiertes Bewusstsein ist, verschafft das Gefühl von Einheit; in der Innenschau eröffnet sich das ganze Universum, in dem ich die Einheit erkennen kann; der therapeutische Ansatz von Andre Jacomet ist es, Zyklen im menschlichen Nervensystem wahrzunehmen und dort, wo die Zyklen nicht vollständig geschehen können, Unterstützung zu geben; menschliche Nervensysteme sind nicht-lineare Systeme; die Ausdehnung des Nervensystems läuft in zyklischen Rhythmen; die drei Phasen der Therapie, erste Phase, das Chaos; die zweite Phase beschreibt den Versuch, Kontrolle über unseren Zustand zu gewinnen; Phase drei ist Kohärenz, Einfachheit, wo ich keine Kontrolle mehr haben muss und eine höhere Intelligenz mich atmet, die mich pulsieren lässt; aus der sozialen und gesellschaftlichen Perspektive müssen, genau gleich wie für das Individuum, unerledigte Aspekte erst aufgearbeitet werden, damit wir frei werden für das, was uns eigentlich atmen und informieren möchte; sich immer wieder zentrieren und mit der Erde verbinden, um nicht zu verzweifeln; einiges wird in unserer Zeit immer schlimmer und anderes gleichzeitig immer besser; je größer unsere Kapazität wird, Dinge erfahren zu können, umso mehr berühren wir kollektive und transgenerationale Themen; je mehr wir fähig sind, unser und damit auch das kollektive Leid zu fühlen, desto mehr Licht bringen wir in die Welt; wenn Raum und Zeit in sich zusammenfällt; alle Erfahrungen, die ich nicht fühlen will, regenerieren sich immer wieder erneut; erst wenn wir bereit sind, immer mehr zu erfahren, schaffen wir den Freiraum für neue Erfahrungen und das ist ein schöpferischer Prozess; über die morphischen Felder; die aktuelle Prägung der Welt mit dem Sog ins Negative wirkt lähmend auf unser Nervensystem; nicht aufgeben, sich bis zum letzten Atemzug dafür einsetzen, das zu erreichen, was das Beste für die Menschheit ist, ungeachtet dessen, ob wir das erreichen oder nicht; in jedem Moment die Wahrheit in Deiner Perspektive, dem aktuellen Kontext und in dieser Situation spüren, daraus ergibt sich immer der nächste Schritt.

 

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Andre Jacomet

Andre Jacomet fand vor über zehn Jahren durch Somatic Experiencing® zur Traumaheilung. Neben Peter Levine, bei dem er schon damals lernen durfte und bei dem er seither Dutzende von Weiterbildungen assistiert hat, sind vor allem Steven Hoskinson und Urs Honauer als wichtige Begleiter auf diesem Weg zu nennen. Auch Jim Feil, bei welchem er Polarity Therapie lernen durfte, Alexander Lauterwasser, Jaap van der Wal, Gerald Hüther u.v.a. waren Inspiration und Bereicherung. Heute arbeitet Andre Jacomet international als Seminarleiter und Transformationsbegleiter. 

Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2017

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