Hermann Münch, geb. 1951 in Landau im der Pfalz, Maler aus Leidenschaft und in seinem zweiten Beruf Gärtner, sagt über sich und das Malen: „Das, was ich male, entsteht meistens ohne feste Idee oder Vorgabe. Aus der Flut von tausend farbigen Teilchen formt sich das Geschehen. Ich muss dabei oft an das Chaos denken, aus dem Sterne geboren werden. Manchmal zäh wie Lava, manchmal leicht wie eine sprudelnde Quelle bildet sich das Gemalte wie ein Spiegel meines inneren Seins und meines alltäglichen Lebens. Ich musste erst lernen, dass Fische im Himmel schwimmen können, ich musste erst lernen, dass freie Menschen und wilde Tiere gemeinsam auf Reisen gehen können, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen oder zu verschlingen. Erst in den letzten Jahren konnte ich den Tod in meinen Bilderwelten willkommen heißen. Jetzt kann ich sehen, dass die Suche nach Freiheit, die Suche nach dem Licht nicht ohne tiefe Wurzeln in unserer Mutter Erde passieren kann.
Wenn ich von den zeitgeistigen Malern belächelt werde und ich den lichtvollen Malern nicht lichtvoll genug male, weiß ich nicht, wohin ich gehöre. Erst wenn mir das schmerzbewegende Licht aufgeht, dass ich ganz alleine mich selbst male, in seinem ganzen Facettenreichtum, den mir das Leben und der Tod schenkt. – Wow! Was für ein Geschenk! Danke. Was für wundervolle Momente, ein Empfangender zu sein, was für dankbare Augenblicke ein Schöpfer zu sein, der das Unbekannte zum Leben erwecken darf.“