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Rainbow Spirit Festival

16. Rainbow-Spirit-Festival 21. bis 24 Mai 2010
Rainbow-Spirit-Festival 12. bis 14. November 2010 in Berlin mit Gabriele Rudolph

Interview mit Gabriele Rudolph

Da ist Niemand, der eine Wahl hat

 

Dieses Interview mit Gabriele Rudolph führte Marc Schneider Anfang Dezember 2008 in Berlin. Kameramann war Martin Endruschat.

 

 

 

Video:

„Klarheit, Stille und Gespräche"; niemand, der etwas anbietet; klares Sehen: sehen, dass da niemand und nichts da ist und alles Liebe ist; ohne jemanden kein freier Wille; die Bereitschaft alles, auch Ärger, auszudrücken; die Frage nach dem Leiden in der Welt; niemand da, er erleuchtet sein könnte; die Verlockung für den Verstand: Erleuchtung durch Handeln erlangen zu wollen; die Frage: „Wer bin ich?"; das, was ohne Grund und Ziel und Zweck passiert; Fülle im Alleinsein; Einsamkeit – resultierend aus Gedanken; die Schönheit des Wortes „das" als Hinweis auf das Unaussprechbare; Spiritualität, Reinkarnation, Zukunft und Vergangenheit; der Tod – des Körpers und der Person; wenn „Ichen" geschieht (für kurze Zeit ein Ich-Gedanke aufsteigt); Widerstand, Probleme und Ärger; das Auflösen der Geschichten im Sehen, dass da niemand ist

 

Die Webside des Interviewers Marc Schneider ist: www.erwachen.net

 

 

Gabriele Rudolph

Gabriele Rudolph (in Ich-Form):

 

„Ich“ kann gar nichts, oder: Huch! DAS soll Erwachen sein?

 

Ein erstes Sehen geschah hier 2004. Dieses erste Sehen war aber nicht wirklich klar. Ängste stiegen auf und ich fragte mich: „Huch... DAS soll Erwachen sein?“. „Ich“ hatte „mir“ das anders vorgestellt :-)
Trotzdem baten „mich“ Menschen, Satsang anzubieten – was dann auch mit Freuden geschah. Zugleich war hier aber immer wieder die Wahrnehmung, dass „etwas nicht stimmte“. Hier war Sprechen und eine Art Intuition, dass da manchmal „jemand“ im Satsang sprach,
jemand Besonderes.

Dann stieß „ich“ auf einen Satz: „Da ist niemand, der eine Wahl hat“, klares Sehen geschah... und alle Fragen und Geschichten verstummten... für einen Moment.... um brav und fleißig immer wieder aufzusteigen :-) Allerdings hatten sie ab diesem Moment nicht mehr so gute Chancen, kritiklos als wahr hingenommen zu werden :-)
Denn in dem Sehen, dass da niemand ist, der eine Wahl hat, und dass alles bereits ist – genau jetzt – werden Ich-Geschichten offensichtlich als Das, was sie sind: Geschichten.... .. und als solche gesehen... .. sanken sie wieder in sich zusammen.
Es hat hier natürlich weiter ge-icht...., d. h. Ichgeschichten stiegen weiter auf... dadurch entstand wieder Spannung.... .. Angst, Ärger, Eifersucht..... .. dies war dann die Einladung hinzusehen... Man könnte sagen: Aufräumen geschah.
So wurde wieder und wieder gesehen, dass es nicht um „mich“, jemand besonderen oder etwas geht, nicht darum, etwas loszuwerden, zu bekommen oder zu erreichen, scheinbar jemanden zu einem besseren Menschen zu machen, in angenehme Zustände zu versetzen, Wünsche loszulassen oder den Geist zu beruhigen.
Denn da ist NIEMAND, der das könnte. „Ich“ kann nämlich gaaar nichts :-) „Ich“ ist die Hilfosigkeit selbst. Denn „mich“ gibt es gar nicht.
Was für eine Erleichterung!!!!!
Das, das gabelt, hat dabei auch ent-deckt, was für ein Glück es ist, niemand/nichts... und zugleich Alles zu sein... .. auch Ichen, Getrennt- oder Unglücklichsein.. rat-, hilf-, machtlos, verletzlich zu sein....
Die Freiheit wurde ent-deckt, die Freiheit, alles zu sein. Und es wurde gesehen, dass hier immer wieder große Freude aufstieg, in den Treffen, die entstanden,
gemeinsam hinzusehen... bis nichts mehr übrig bleibt.

 

 

Mehr Info über Gabriele Rudolph:

Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2008