Hier auf dem Monitor ist die Aufzeichnung des Live-Video-Chats mit Christian Meyer vom Mittwoch, 16. Dezember, zu sehen.
Thema des Abends: "Der Prozess des Aufwachens - ein individuelles oder kollektives Phänomen?"
Frühere Aufzeichnungen sind über das eingeblendete Menü (vor / zurück) abrufbar.
Herzlichen Dank an Christian, dass er sich im Mai in Berlin die Zeit für dieses Interview mit Joe Schraube genommen hat.
Video Teil 1
Über das spirituelle Zentrum „Zeit und Raum“ in Berlin, die intensive Arbeit mit verschiedenen spirituellen Methoden des Wachstums, seinen persönlichen Werdegang bis hierher, der Suche nach einer Verbindung von Psychotherapie und Spiritualität, seinen langjährigen Lehrer Leland Johnson und das Glück und die Gnade, schließlich auf Eli Jaxon- Bear zu treffen. Nach der Erkenntnis, dass Aufwachen jetzt in diesem Leben möglich ist, schließlich das Ende seiner Suche; über den Sinn der Arbeit mit dem Enneagramm; Satsang bedeutet das Ende der Therapie; die von ihm entwickelten „Sieben Schritte zum Aufwachen“; über das Paradox, nichts tun zu können und trotzdem etwas tun zu können und das Aktive im Anhalten.
Teil 2:
Über die ungeheure Macht des bewussten Anhaltens; die Sackgasse, in die sowohl Meditation als auch Therapie führt; die Wirksamkeit eines dritten Weges: alles, was auftaucht, ganz zu fühlen und nichts damit zu machen; über sein Buch „Weg der inneren Erfahrung“, die Bedeutung der inneren Haltung; die Frage nach der Zufälligkeit des Erwachens; nicht alle Erwachten sind gleich, die Persönlichkeit verschwindet nicht, sondern wird klarer; auch als Erwachter darauf achten, dass die Charakterfixierung nicht wieder „anspringt“; am Beispiel von Treya Wilber: die Bereitschaft, das Leben und auch den Tod voll und ganz zu akzeptieren; die totale Hingabe an das, was ist, führt zum wirklichen Loslassen und zum Aufwachen, kein jahrelanges Üben, sondern die Veränderung der inneren Haltung.
Video Teil 1:
Im ersten Teil geht es zunächst um die unterschiedlichen Wege zum Aufwachen. Christian Meyer nennt zwei wesentliche Richtungen der modernen (transformativen) Spiritualität: Buddhismus und Advaita. Nach einer kurzen Erläuterung ihrer Wurzeln und Unterschiede kommt er auf die Essenz der Advaita-Lehre zu sprechen. Als nächstes arbeitet Christian aus der abendländischen Spiritualität und Mystik wiederum zwei bis drei wesentliche Richtungen heraus und erklärt diese kurz. Daraufhin zeigt er Ähnlichkeiten zwischen bestimmten Richtungen der christlichen und östlichen Spiritualität auf. Insbesondere geht er auf die Lehren von Meister Eckhart ein und zieht Parallelen zur Advaita-Lehre, welche beide im Kern, kurz gesagt, einen inneren Haltungswechsel zum Ziele haben. Er stellt darüber hinaus fest, dass alle diese Mystiker trotz unterschiedlicher Wege letztlich dasselbe fanden, woraus er den beruhigenden Schluss zieht, dass diese Erfahrung jedem Menschen möglich sei. Schließlich kommen in seinen Worten ein tiefer Respekt und eine Achtung vor den spirituellen Lehren zum Ausdruck, ohne deren Unterschiede zu leugnen.
Teil 2:
Zu Beginn dieses Teils wirft Christian einen kritischen Blick auf bestimmte Aspekte einiger spiritueller Traditionen und zeigt auf, auf welche Weise die Annahme eines Ichs in diesen Konzepten verflochten ist, welche zum Aufwachen hinderlich sei. Anschließend erläutert er ein grundsätzliches Problem aller spirituellen Traditionen, nämlich die Verzerrung der originären Lehre im Zuge der Überlieferungen. Doch sagt er auch, dass selbst die falschen Methoden zum Ziele führen, sofern das Verlangen, die Wahrheit zu finden, stark genug ist. Im Folgenden geht Christian noch einmal genauer auf den bereits angesprochenen inneren Haltungswechsel ein, beschreibt dessen Prozess und die psychischen Begleiterscheinungen und führt hilfreiche innere Schritte und Wege an. Hiermit endet der Vortrag von Christian, der von nun an Fragen der Gäste beantwortet. Es taucht die Frage nach dem Motiv des Strebens nach Erwachen auf, welches, solang es egoistischer Natur ist, dem Erwachen hinderlich gegenübersteht, so Christian Meyer.
 Teil 3:
Die weiteren Fragen der Gäste drehen sich im Folgenden um die Schwierigkeit, den Tod zu bejahen in Anbetracht von Verantwortung für das Leben anderer, sowie um die Handlungsfähigkeit erwachter Menschen in Beruf und Alltag, des Weiteren darum, was der göttliche Ausspruch bedeutet, der Mensch möge sich die Erde Untertan machen, und schließlich um das Motiv von Menschen, die sich für ein vermeintlich spirituelles oder religiöses Ziel in selbst und fremd zerstörerischer Weise aufopfern. Es folgt eine kurze Meditationsübung.
 Teil 4:
Christian beantwortet weiterhin Fragen. Es geht in der ersten Hälfte dieses Teils unter anderem um die Ernsthaftigkeit der Suche, um Hindernisse auf dem Weg und deren Bewusstwerdung, um Gefühle und das, was unter den Gefühlsschichten liegt. Ab der zweiten Hälfte verdeutlicht Christian die Wichtigkeit der Kontinuität spiritueller Praxis und erklärt, wie die Entfaltung der inneren Prozesse etwa durch verschiedene Formen von Süchten immer wieder unterbrochen wird, so dass eine tief greifende Entwicklung nicht stattfinden kann. Zum Schluss wird kurz auf den Unterschied zwischen zwei Formen der Liebe eingegangen: die mentale oder emotionale Liebe und jene, die nichts braucht und haben will.
Die vollkommene Konfrontation mit dem gegenwärtigen Augenblick
Dieser Filmbeitrag entstand aus dem Vortrag „Spiritualität in unserer Zeit“ vom 9.11.2007.
Video Teil 1 Die Zeitlosigkeit von Spiritualität, vom Hordenbewusstsein zum Aufwachen, die Unveränderbarkeit der inneren Wahrheit, das Wesen von Glück, Spiritualität zum Entdecken einer tieferen Realität, die Kenntnis von verschiedenen spirituellen Traditionen, die Entwicklung innerhalb der Psychologie und Psychotherapie zur inneren Befreiung des Menschen, die kulturelle Präsenz der Suche nach Erleuchtung in den 90er Jahren, die Verbindung vieler heutiger spiritueller Lehrer zu Ramana Maharshi (1879-1950), Ramanas Geschichte, die vollkommene Konfrontation mit dem gegenwärtigen Augenblick, Ramanas Wirken und sein Schüler Sri Poonjaji (Papaji), das innere Loslassen und das Aufwachen – in diesem Leben, das Geschehen des Aufwachens und das innerlichere Anhalten, das innere Tun in Form von Gedanken, plötzlich: unmittelbare Gegenwärtigkeit und unmittelbares Gewahrsein
Teil 2 Das Verschwinden der Ichhaftigkeit, das Experiment den Körper und die Gefühle wahrzunehmen und einfach da sein zu lassen, die Entfremdung von der Erfahrung durch die Schulung des Beobachters, die Aufmerksamkeit auf die Erfahrung richten, Anhaften an Gefühlen und Identifikation; nicht anhaften: sich dem öffnen, was immer auftaucht; leidenschaftslos werden, über das Aufwachen-Wollen, sich für alle Erfahrungen öffnen, dem inneren Strom der Gefühle lauschen
Teil 3 Die Hilfe für andere Menschen durch das eigene Erwachen, das Ende des Egoismus und Rudolf Steiner über Egoismus, Gefühle und Identifikation, die einzig wichtige Frage: „Wer bin ich?“, die Wahrnehmung von Gegenwärtigkeit unterhalb der Gedankenebene, das innere Im-Gefühl-Bleiben, Hilfen durch die Psychotherapie, leidenschaftslose engagierte Offenheit, aus Interesse an der Wahrheit alle Gefühle fühlen, der Unterschied zwischen ein Gefühl fühlen und daran anhaften, nicht durch mentale Prozesse Gefühle verbiegen, der Umgang mit Wut, der unendliche Urgrund unter den Gefühlen, Wut fühlen ohne die Gedanken zu beachten, Ramanas Ausspruch: „Halte an.“

Christian Meyer, geboren 1952, lebt mit seiner Frau Dr. Angelika Winklhofer und deren beiden Kindern in der Nähe von Berlin. Seine Suche endete 1998, als er seinem Lehrer Eli Jaxon-Bear – in der Tradition von Sri H.W.L. Poonjaji und Ramana Maharshi – begegnete. Er erkannte seine wahre Natur und unterstützt seitdem Menschen, die den Wunsch nach vollständiger Freiheit und Selbstverwirklichung haben.
1999 gründete er das spirituelle Zentrum „zeit-und-raum“ in Berlin. Seine Arbeit verkörpert die Verbindung von Spiritualität und Therapie. Die Grundlage dafür bildet seine 25-jährige psychotherapeutische Erfahrung. Er nutzt das Enneagramm, Gestalttherapie, Körpertherapie, NLP, Hypnose und Familienaufstellungen. Von 1980-1992 Lehrtätigkeit als Diplom-Psychologe und Diplom-Volkswirt an Universitäten in Hamburg und Berlin. Er erforscht die Erfahrung des Aufwachens in den verschiedenen spirituellen Wegen. Dabei beschäftigt er sich intensiv mit der Frage, was der Einzelne tun kann um aufzuwachen; auch wenn es kein Tun ist, sondern ein Anhalten, ein Stillwerden, ein Zurücktreten, ist es ein aktiver und bewusster Prozess.
Durch die Erforschung seiner eigenen Erfahrung, basierend auf dem, was er von Eli Jaxon-Bear gelernt hat, und durch die Erforschung verschiedener spiritueller Wege und der Einbeziehung der psychotherapeutischen Methoden entwickelte er „Sieben Schritte zum Aufwachen “, was die Grundlage seiner Arbeit darstellt. Gegenwärtig arbeitet er an einem Buch zu diesem Thema. Im Frühjahr 2009 wird im Kamphausen-Verlag von ihm ein weiteres Buch erscheinen: „Aufwachen - der Weg der inneren Erfahrung".
Neben seiner kontinuierlichen Arbeit in Berlin gibt Christian Meyer Retreats, Seminare und Treffen in verschiedenen Städten in Deutschland, Polen, Österreich und den USA. Er gibt Weiterbildungen auch für Ärzte und psychologische Psychotherapeuten. Zusammen mit seiner Frau Dr. Angelika Winklhofer führt er regelmäßig Seminare zum Enneagramm und zum Familienstellen durch.
Letzte Aktualisierung: 17. Dezember 2009
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