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Live-Chat mit Devasetu

Live-Chat mit Devasetu von Jetzt-TV am Freitag, 2. Mai 2014 um 20 Uhr.

Eine Philosophie des Erwachens nach Ken Wilber

Ein Text von Devasetu W. Umlauf von 2003:

 

Jeder Erwachensprozess geht so individuell von statten, wie die Menschen unterschiedlich sind. Trotzdem hat es nicht an Versuchen gefehlt, allgemein gültige Orientierungspunkte zur Beschreibung dieses Prozesses zu finden, wobei das Wort „Prozess“ schon missverständlich ist, denn es passiert ja nichts in dem Sinn, dass eine tatsächliche Veränderung geschehen müsste, sondern es ist ein Erkennen dessen, was immer schon war.
Der amerikanische Bewusstseinsforscher Ken Wilber spricht in seinem Buch „Mut und Gnade“ (Verlag Goldmann 1996) von der „immerwährenden Philosophie“ und versucht, die Kernsätze aller spirituellen Bewegungen der unterschiedlichen Kulturkreise zusammen zu fassen. Anstatt „immerwährend“ könnte man daher auch „ewig“ oder „universal“ sagen. Es handelt sich dabei um eine Weltsicht, die in den Weisheitstraditionen aller großen Kulturen und Zeiten zu finden ist, sei es nun in Indien, Mexiko, China, Japan, Ägypten, Tibet, Deutschland, Griechenland…
Der universale Charakter dieser Philosophie deutet auf eine universale Menschheitserfahrung hin, die die Möglichkeiten des Menschen für den Zugang zum Göttlichen beinhaltet. Das widerspricht der weit verbreiteten Auffassung, dass die Fähigkeit des Menschen zum Erkennen entscheidend durch seine Konditionierung durch Kultur und Sprache geprägt wird. 
Obwohl kein menschlicher Körper in seinen individuellen Ausprägungen einem anderen menschlichen Körper entspricht, so kann man doch Aussagen formulieren, die wahr sind für alle gesunden menschlichen Körper, etwa: er hat 208 Knochen, ein Herz, zwei Nieren, usw., ganz gleich, in welchem Kulturkreis und zu welcher Zeit derjenige Mensch lebt oder lebte. Diese immer gleichen Merkmale könnte man „Tiefenstrukturen“ nennen, im Gegensatz zu den „Oberflächenstrukturen“, die auf kultureller Ebene den Besonderheiten der unterschiedlichen Kulturen entsprechen, wie Ernährungsgewohnheiten, Sprachkulturen, Hochzeitsbräuche, etc. ...#Mehr...#
Dieses Modell der Oberflächen- und Tiefenstrukturen kann man auch anwenden, um den menschlichen Geist in seinem mentalen und spirituellen Aspekt zu beschreiben. Die Oberflächenstrukturen sind von Kultur zu Kultur verschieden, die Tiefenstrukturen bleiben sich gleich, wobei jetzt hier jene Tiefenstrukturen von Interesse sind, die sich auf die Hinwendung des Menschen zum Göttlichen beziehen.
Diese als Wahrheiten bezeichneten und in den verschiedenen Kulturkreisen übereinstimmenden Hauptaussagen lassen sich in sieben Punkten zusammenfassen: Erstens, das Göttliche existiert. Zweitens, um es zu erkennen, muss die Ausrichtung nach innen gehen. Drittens, die allermeisten Menschen sind nicht auf das Göttliche ausgerichtet, weil sie ihre sinnlichen Wahrnehmungen, die ihnen ein dualistisches Bild der Welt vorgaukeln, als absolute Wahrheit hinnehmen und darum in einer Welt der Illusion leben. Viertens, der Ausweg aus dieser Illusion besteht in der direkten Erfahrung des Göttlichen, die wenigen Menschen im „Alleingang“, den meisten Suchenden in der Hinwendung und in der Verbindung mit einem spirituellen Meister oder Lehrer zuteil wird. Fünftens, dieses Erkennen der Illusion, diese Hinwendung zum Göttlichen „gipfelt“ in dem totalen Aufgehen des Individuums im Göttlichen, also seiner Erleuchtung, seiner letzten Befreiung, wie auch immer es genannt wird. Das Individuum hatte überhaupt nur aus der illusionären Sicht der Dualität Bestand, und das Erkennen dessen ist sechstens das Ende jeglicher Trennung und damit auch das Ende allen Leidens, was siebtens in Mitgefühl und Erbarmen für alle Lebewesen mündet.  
Im Folgenden jetzt mehr zu diesen, man könnte sagen, Eckpfeilern einer Philosophie der Erleuchtung. Die erste Behauptung ist also: Das Göttliche existiert. Dies kann nur durch unmittelbare Erfahrung begründet werden. Ein bloßes Für-wahr-Halten, eine Idee, eine Theorie oder ein Dogma können das Göttliche nicht beweisen, dafür ist nur die tatsächliche, direkte Erfahrung zuständig. Durch diese Haltung unterscheidet sich der spirituell Suchende von dem religiösen Menschen, der sich mit einer bloßen religiösen Überzeugung zufrieden gibt, mit einer in seinem Kulturkreis gängigen oder mit einer aus einem anderen Kulturkreis entlehnten Religion. 
Der tatsächlichen mystischen Erfahrung wird oft vorgeworfen, sie sei keine gültige Erkenntnisweise, weil sie nicht mit Worten beschreibbar und darum nicht kommunizierbar sei. Es stimmt, mystische Erfahrung kann durch Worte immer nur angedeutet werden und ist nicht vollständig zu beschreiben, denn es geht dabei ja gerade um das, was jenseits des Verstandes, jenseits aller Beschreibung durch Worte vorhanden ist. Aber diesen Vorwurf der „Unbeschreibbarkeit“ kann man auch gegen jede andere Wahrnehmung erheben. Auch den Anblick eines Sonnenunterganges, den Geschmack einer Speise, das Hören eines bestimmten Musikstückes muss man selbst erlebt haben, um wirklich zu wissen, wie es ist. Daraus schließen wir aber nicht, dass diese Dinge nicht existieren oder nicht real seien, also dürfen wir das auch bei der spirituellen Erfahrung nicht folgern. Die spirituelle, mystische Erfahrung ist nicht gewisser als jede andere direkte Erfahrung, sie ist aber auch nicht weniger gewiss als alle anderen Erfahrungen, einschließlich der Erfahrung durch die empirische Wissenschaft. 
Genau wie die Wissenschaftler im Laufe der Jahre ihre Methoden überprüft und verfeinert haben, so haben auch die Mystiker, allerdings über einen viel längeren Zeitraum hinweg, nämlich seit Jahrtausenden, ihre Erfahrungen überprüft und verfeinert, indem sie immer wieder ihre eigene Existenz als vom Ganzen getrennte Wesen in Frage gestellt haben. Dem Mystiker steht also der gleiche Status zu wie den Experten eines jeden anderen Bereichs der menschlichen Erfahrung.
Der mystischen Erfahrung des „Einsseins mit dem Göttlichen“ wird oft vorgeworfen, sie sei nur ein Abwehrmechanismus, mit der sich die Menschen vor dem Grauen des Sterbens und damit vor der Endlichkeit abschirmen wollen. Wenn dieses „Einssein mit dem Göttlichen“ ein Gegenstand des Glaubens ist, wenn es also für den betreffenden Menschen eine Idee, ein Konzept, eine Hoffnung ist, dann hat dieser Vorwurf seine Berechtigung. Dann ist diese Vorstellung oft tragender Bestandteil eines Unsterblichkeitsglaubens, der in der Tat als Abwehrmechanismus gegen die Furcht vor Tod und Auflösung benutzt wird.
Ganz anders ist es aber, wenn das „Einssein mit dem Göttlichen“ direkt erfahren wird, wenn es im Gewahrsein unmittelbar erscheint. Es steht natürlich jedem frei, die direkte Erfahrung eines anderen Menschen als Irrtum anzusehen, so wie man jede Erfahrung eines anderen Menschen als für sich selbst nicht relevant abtun kann. Aber das ändert an der Tatsache der direkten Erfahrung für denjenigen, der sie gemacht hat, nichts. Und es besteht ja auch die Möglichkeit, die direkte Erfahrung eines anderen Menschen als das anzunehmen, wofür sie sich ausgibt, nämlich als unmittelbares Gewahrsein des Göttlichen. 
Der Mystiker appelliert, wenn er sich mitteilen will, im Gegensatz zum Priester, nicht an den Glauben eines Menschen, sondern er lädt ihn ein, im Labor seines eigenen Bewusstseins zu experimentieren und bietet ihm die dazu nötigen „Werkzeuge“ an, wie z.B. die Selbsterforschung durch die Frage: „Wer bin ich?“. In dem Labor des eigenen Bewusstseins können die Aussagen des Mystikers überprüft werden. Die Resultate können mit denen anderer „Experimentierer“ verglichen werden, und aus dem Konsens, der durch dieses Erfahrungswissen entsteht, kristallisieren sich bestimmte profunde Wahrheiten heraus, z.B. das, worum es hier geht, nämlich um die Erfahrung: Das Göttliche existiert.
Die zweite Hauptaussage der Mystiker, dass die Ausrichtung nach innen gehen muss, um das Göttliche zu erkennen, bedarf auch der Erklärung, denn für das Göttliche selbst gibt es kein Innen und Außen, kein Hüben und Drüben. Das Göttliche ist das, was genau dann ins Blickfeld rückt, wenn die dualistische Sichtweise aufgegeben wird. Das entdeckt man aber dadurch, dass man beharrlich nach innen schaut, wobei dann aus dem „Innen“ ein „Jenseits“, man könnte auch sagen ein „Alles“ oder „die Quelle“ wird. 
Mit „Nach-innen-Schauen“ sind hier alle Methoden gemeint, die uns der Essenz des Seins näher bringen, von den formellen Meditationspraktiken bis zu den äußerlich kaum wahrnehmbaren Veränderungen in der Ausrichtung des Bewusstseins. Ob es nun die Dynamische Meditation von Osho ist, ob die stille Beobachtung des Atems bei der Vipassana-Meditation, die Selbsterforschung nach Ramana Maharshi durch die Frage: „Wer bin ich?“, um nur einige Beispiele zu nennen, oder ob es das Zulassen und sich Hingeben an einen sich spontan einstellenden Augenblick der Stille ist – alles könnte man in diesem Sinne als „Nach-innen-Schauen“ bezeichnen. 
Auch und besonders gehört zu diesem Nach-innen-Schauen die Ausrichtung auf einen lebenden Lehrer oder Meister, manchmal geringschätzig als Guru bezeichnet, der sein wirkliches Sein erkannt hat und allein durch seine Präsenz „ansteckend“ wirkt. Diese Ausrichtung auf einen Meister oder auf eine Meisterin kann sich darin äußern, dass man deren räumliche Nähe sucht, dass eine formelle Schülerschaft angenommen wird und / oder durch die innere Hingabe an den Meister, wie es auch bei Meistern, die nicht mehr in ihrem Körper weilen, möglich ist. 
Einher geht mit dem Nach-innen-Schauen eine wachsende Akzeptanz all dessen, was ist, sei es nun im eigenen „Innenleben“ oder in der „äußeren“ Welt. Mit Akzeptanz ist nicht die klaglose Hinnahme aller, auch der als unangenehm empfundenen Umstände gemeint, sondern gemeint ist die Hingabe an den Augenblick jetzt in seiner Totalität, also mit all seinen Sinneswahrnehmungen, mit den daraus sich ergebenden Impulsen und mit dem Bild der Welt, wie sie sich gerade zeigt, in der ganzen Tiefe des Moments oder auch in dessen unendlicher Feinheit.
Zum dritten Punkt: Warum wird das nur von wenigen Menschen gelebt? Warum ist das Göttliche nicht für alle offenkundig? 
Die verschiedenen Traditionen geben darauf viele verschiedene Antworten, denen aber allen zugrunde liegt, dass es sich dabei um eine Vernebelung des Bewusstseins, um eine Blockierung handelt. Durch die Ausrichtung und Fixierung auf den Ich-Gedanken – „Ich bin ein von allem anderen getrenntes Wesen“ – rutscht sozusagen das Erkennen des Göttlichen aus dem Fokus. Diese Ich-Fixierung wird in der Kindheit durch das Vorbild aller Ich-fixierten Erwachsenen oder älteren Kinder fest einprogrammiert und ist später nur durch eine beharrliche Dekonditionierung aufweichbar. Bei fast allen Menschen ist das Gewahrsein nicht offen, empfänglich, auf das Göttliche ausgerichtet, sondern geschlossen, kontrahiert, auf das kleine Ich-Ego gerichtet. Die größere Identität mit dem Ganzen bleibt so verborgen, die Trennung und das damit verbundene Leiden stehen im Vordergrund. Dieser Zustand wird auch als Dualität bezeichnet – die Abspaltung des eigenen Ich als Subjekt von der restlichen Welt als Objekt. Parallel dazu wird die Welt als in Gegensatzpaare aufgeteilt angesehen: Gut und Böse, Lust und Schmerz, wahr und unwahr... Ein von Selbstkontraktion und Subjekt / Objekt-Dualismus geprägtes Bewusstsein kann die Wirklichkeit nicht mehr wahrnehmen, wie sie eigentlich ist, nämlich als in sich perfekte Ganzheit, und wird deshalb von dem Gefühl des Mangels und der Zersplitterung geplagt. Der sich als gesondertes Ich wahrnehmende Mensch ist folglich immer ein leidender Mensch, nicht dass ihm das Leiden widerfährt, sondern es ist unausweichlich in ihm verankert. „Ich“ und Leiden gehören untrennbar zusammen,  und das Leiden findet erst ein Ende, wenn das kleine Ich sich in der Erkenntnis des allumfassenden Selbst auflöst. 
Zum vierten Punkt: Der Ausweg aus dieser Illusion der Trennung besteht in der direkten Erfahrung des Göttlichen. Das Rezept dazu klingt einfach: Das kleine gesonderte Ich muss aufgegeben, die irrige Identifikation mit dem Ego muss fallen gelassen werden. Dies kann augenblicklich geschehen – und es geschieht immer augenblicklich, wenn man vom letzten Augenblick des darauf hinführenden Prozesses ausgeht –, wenn erkannt wird, dass das gesonderte Ego nie wirklich Bestand hatte, sondern nur eine Illusion war. 
Die Pfade, die dorthin führen, sind, wie eingangs erwähnt, so verschieden wie die Menschen selbst und doch kann man auch hier von unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und ähnlichen Tiefenstrukturen sprechen. „Auf allen Pfaden stirbt der Mensch dem kleinen Ich, um zu seiner höchsten Identität, um zur Göttlichkeit zurückzufinden“, so Ken Wilber.
Womit wir beim fünften Punkt sind, dem Erkennen der Illusion, der Erleuchtung des Menschen, seiner letzten Befreiung. In den verschiedenen Traditionen werden dieser Tod und diese Neugeburt unterschiedlich bezeichnet, in der christlichen Tradition werden sie personifiziert durch Adam und Jesus. Adam, der „alte, äußere Mensch“ öffnet die Pforten der Hölle, Jesus, der „neue, innere Mensch“ öffnet durch seinen (Ego-) Tod und seine Auferstehung (gleich Erleuchtung) die Pforten zum Paradies.
Im Hinduismus und im Buddhismus wird der Tod des Egos als Tod der individuellen Seele zum Erwachen unserer wahren Identität dargestellt. Im Hinduismus wird es mit All-Sein, im Buddhismus mit Leere oder „Reiner Offenheit“ umschrieben. Meister Eckehart drückte es sehr prägnant aus: „Mir wird in diesem Durchbrechen zuteil, dass ich und Gott eins sind.“
Beim Tod des Egos handelt es sich nicht um eine Metapher, sondern es ist ein wirklicher Tod. Die Berichte solcher Erfahrungen sind zum Teil hochdramatisch, andere ganz schlicht. Sie machen deutlich, dass das Erwachen plötzlich geschieht und mit dem Erkennen einhergeht, dass man eins ist mit allem anderen, mit der gesamten Existenz, ja dass man eins ist mit dem, in dem diese Existenz erscheint. Die Betonung liegt auf „ist“, das heißt,  man war es schon immer, man ist nicht erst „eins geworden“, sondern es handelt sich „nur“ um das Erkennen, wie es immer schon war. 
Mit dem Wiedererkennen des Selbst fällt das kleine Ego-Ich einfach weg, es stirbt, geht auf in dem Sich-selbst-Erkennen als das Ganze. 
In der Erleuchtung wird die Ewigkeit erkannt und zwar nicht die Ewigkeit als endlose Zeit, sondern als ewige Gegenwart, als zeitloses Jetzt, als reine Präsenz im Hier und Jetzt.
Damit zum sechsten Hauptpunkt einer Philosophie der Erleuchtung, nämlich der Aussage, dass mit der Erleuchtung alles Leiden ein Ende hat. Wie schon gesagt, liegt das Leiden in der Kontraktion des Bewusstseins und in der Ausrichtung auf den trennenden Ego-Gedanken. Ist diese Voraussetzung nicht mehr gegeben, fällt das Leiden fort. Da der Erwachte ein Mensch ist wie alle anderen wird ihm weiterhin jede Art von Schmerz widerfahren, der aber in der reinen Präsenz des Erwachten nur wahrgenommen wird, ohne dass ein Urteil darüber gefällt wird. Aus dem Schmerz kann ein Impuls zum Handeln entstehen oder auch nicht, ganz entsprechend der Situation. Wie berichtet wird, kann der Schmerz, bis in seine Mitte hinein wahrgenommen, eine innere Süße offenbaren, die ihn sogar „köstlich“ macht. Auch Furcht und Angst werden weiterhin wahrgenommen als Erfahrungen, die aber kein Problem darstellen, weil sie nicht mehr als die Existenz bedrohend wahrgenommen werden. Der Erleuchtete identifiziert sich nicht mehr damit, dramatisiert nichts und gibt keine Energie dazu. Da ist kein kleines Ich mehr, das sich bedroht fühlen könnte. Für das Selbst gibt es keine Bedrohung, weil es Alles ist, nichts existiert außerhalb von ihm, was als Bedrohung angesehen werden könnte. Auch der Weise erfährt Schmerzvolles, aber er leidet nicht daran. 
Da aber die Pein anderer Menschen, die leiden und ihr Leiden für real halten, in seinem Gewahrsein erscheint, entwickelt sich in dem Erleuchteten die Barmherzigkeit als treibende Kraft und Motivation zu erleuchtetem Handeln.
Damit zum siebten Punkt: Erleuchtung führt zum Handeln, das sich effektiver Mittel bedient und auf die Befreiung aller Lebewesen abzielt, also ein selbstloses Dienen ist. Wenn wir alle ein und dasselbe Selbst sind, diene ich meinem Selbst, indem ich anderen diene. Wenn es dem Erleuchteten entspricht, stellt er sich als Kanal für andere Wesen zur Verfügung, wodurch sich die Flamme des Erkennens immer weiter ausbreiten kann.

 

Devasetu: Das Leben ist schön und voll und passiert einfach

Danke an Romen Banerjee, der dieses Interview mit Devasetu als Teil des Zur WebseiteMindheart Buisness Kongress 2016 zu den Themen "Berufung, Spiritualität und Business" führte.

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Devasetu, spricht mit Romen über seine Erfahrungen im spirituellen Bereich in Verbindung mit Business. Devasetu als Vorreiter im Bereich der neuen Medien, spirituelle Lehrer, weise Menschen auf dem Portal Jetzt TV zusammenzuführen; er wollte damit nichts erreichen, getan, was stimmig war, was stimmig ist, seit 12 Jahren. Berufung; der Ruf hier und jetzt, das Richtige zu machen; der Ruf des Moments; zu tun, wo das Herz für schlägt. Devasetu hat sich entschieden, kein Geld zu nehmen oder kommerzielle Werbung zu schalten, die Frage sollte es grundsätzlich so sein? Thema Schenkungsgesellschaft; freie Energie, Vertrauen; Geld, Geschenke im spirituellen Bereich, ehrenamtliche Arbeit. Er hat nicht den Anspruch, das andere die gleiche Einstellung haben; jeder sollte für sich schauen. Weltliche Themen habe auch ihre Bühne bei Jetzt TV; Thema: politischer Mensch? Wert, sich auch da zu engagieren; liegt nicht jeden, nach seinen Fähigkeiten. Machtsystem, Finanzsystem durchschauen. Erwachens und Integrationsweg gehen und sich gleichzeitig in solchen Feldern bewegen? Politik, Wirtschaft? Wie könnte eine „aufgewachte Gesellschaft“ aussehen; ein glücklicher Mensch, der wirklich er selbst ist, zieht nicht in den Krieg; Geben und Nehmen, Mitgefühl; das Leben ist so unbestimmbar, wer weiß. Thema Forum Erleuchtung, Konflikte austragen; Sharing Nonduality; Konflikte, Hinweis das Themen nicht erlöst sind? Zu allem Ja sagen, nicht bei allem dabei sein müssen; zeigt sich, was sich zeigt; Wahl kann erscheinen. Konflikte im Außen immer die eigenen inneren Konflikte? Theater des Lebens; Trigger; Tragödien. Die Funktion des Lebens zu leben. Evolution, Bewusstwerdung, Entfaltung? Leben, Bewusstsein erblühen; Verstehen geht über unsere Grenzen. Hat Devasetu einen Zugang zu feinstofflichen Wesenheiten, Engel, Außerirdische? Erfahrung mit psychoaktiven Substanzen? Empathiefähigkeit, wie Beziehungen funktionieren;...#Mehr...# wie wichtig sind Beziehungen für ihn? Zweierbeziehung, Lebensqualität; Nähe und räumliche Distanz zu unterschiedlichen Zeiten; Körperkontakt, nährendes, schönes; Beziehung, aufgibt nur Ich zu denken, wir; Gruppe, was passt für alle. Beziehung, wichtig für Bewusstwerdung, Wachstum? Spirituelle Erlebnisse mit oder nach dem Kontakt mit spirituellen Lehrern, Meistern; kein Um-Zu; Leben spielt immer anders. Liebesbeziehung als Lehrer oder Meister? Unheimliches Geschenk, Dankbarkeit. Gibt es Kampf? Verhältnis Arbeit und Privatleben; ein Fluss, der passiert. Unterschiedliche Lebensorte, Südtirol, Gomera; intuitives Durchs-Leben-Gehen, eine Gabe. Gibt es einen Wunsch für die Zukunft? Jetzt TV weiter erblühen könnte, ohne Devasetus viele Arbeit, Menschen reinwachsen könnten; allgemein die Menschen wacher werden in Bezug auf was in der Welt passiert, wacher den Medien gegenüber werden; Krieg, der größte Wahnsinn, den es gibt auf der Welt, das nur in Betracht zu ziehen. Das Tolle am Internet, dass man sich auch anders informieren kann. Ist es realistisch, diese Appelle und Bilder, die die Menschen in der spirituellen Szene entwickeln, dass es jetzt den großen Bewusstseinsquantensprung gibt, eine neue Zeit? Menschen, die sich auf Advaita oder Nondualität ausrichten, sind ehr wenige; die Yogabewegung eine große Hoffnung. Es passiert was, das tolle am Leben, das man es nie wissen kann, unvorhersehbar, keine Gedanken machen, jetzt sein, jetzt leben, das genießen, was ist; so bewusst sein, wie es geht. Spirituelle Grundsatz, alles okay ist, wie es ist; alles seinen Sinn hat, ohne Sinn zu haben. Es ist, was ist, das Leben ist schön und voll und passiert einfach, alles ist okay. Das Leben fließt immer, es ist gut, es ist voll und es ist schön.

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Vollgeldreform – der längst überfällige nächste Schritt zu einem gerechteren Geldsystem

Dieses Interview mit Devasetu zur Vollgeldreform führte Paula im September 2016.

 

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Vollgeldreform: Aus dem Buchgeld auf Konten wird ein gesetzliches Zahlungsmittel, wie es zurzeit nur das Bargeld, also Scheine und Münzen, sind; der Wert des Geldes; die Kontostände der Bankkunden in der Bilanz der Banken; Vollgeld wird von der Bank nur aufbewahrt, wie Schmuck im Schließfach einer Bank; die momentane Geldschöpfung der privaten Banken; private Geldschöpfung der Banken ohne eine Leistung dafür erbringen zu müssen; der Unterschied nach der Vollgeldreform von Vollgeldkonten und Sparkonten, Sparkonten funktionieren weiterhin wie im jetzigem System; die Geldschöpfung durch Kreditvergabe im heutigem System; nach der Vollgeldreform die ausschließliche Geldschöpfung durch die Zentralbank (dann evtl. „Monetative“ genannt) entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Situation und des wirklichen Bedarfes; nach der Vollgeldreforum müssen nicht mehr vom Bankrott bedrohte Banken gerettet werden, weil dabei das Geld der Bankkunden auf den Girokonton nicht mehr verloren gehen könnte; der Geldschöpungsgewinn; die Möglichkeit bei der Vollgeldreform, einmalig der größten Teil der Staatsschulden zu tilgen, da Vollgeld bei der Rückzahlung von Schulden nicht mehr verloren geht; der geschichtliche Übergang vom Geldsystem mit verschiedenen Münzen und Banknoten von unterschiedlichen Banken neben einander zum heutigen System mit nur einer Art von Münzen und Banknoten, geschützt als staatlich anerkanntes Zahlungsmittel, im Vergleich zum Übergang vom heutigen System der privaten Giralgeldschöpfung der Banken zum Vollgeldsystem; die Organe im heutigen Staat und die Schaffung der Institution Monitative und deren Funktionen; der Verein Monetative e.V.; Island und Schweiz als Beispiele auf dem Weg zur Vollgeldreform; wie sich Interesse am Verstehen des Geldsystems entwickeln kann. Zu weiteren einführenden Videos zum Thema Vollgeldreform... 

 

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Thema Geldsystem – Wenn das Erblühen auf materieller Ebene niedergedrückt wird

Dieses Interview mit Devasetu führte Romen Banerjee im August 2016.

 

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Physisches Geld; es ist verboten physisches Geld privat herzustellen; Giralgeld; Giralgeld sind die Guthaben bei den Banken; Giralgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel; Bargeld ist staatlich anerkanntes Geld; interessanterweise können mit diesem staatlich anerkannten Geld aber keine Steuern an den Staat bezahlt werden; die Schöpfung von Giralgeld; Geschäftsbanken können auf den Konten ihrer Bankkunden Geld gutschreiben!; nicht nur für Kredite können die Banken Geld gutschreiben, sondern auch für Dienstleistungen; dieser private Geldschöpfungsprozess wird, zum Teil, reguliert; Banken haben untereinander Konten; wenn beim Geldfluss zwischen den Banken eine deutliche Schieflage entsteht, muss die Bank, die bei einer anderen Bank stark im Minus ist, mit Zentralbankgeld ausgleichen; die Banken haben die Möglichkeit Geld zu schöpfen – das sind nicht nur Zahlen auf Papier oder im Computer, sondern Forderungen an die Gesellschaft!; die private Geldschöpfung funktioniert solange die Banken in einem gewissen Rahmen damit bleiben; der Fachbegriff für das private Geldschöpfen der Geschäftsbanken lautet „strukturell bedingte kooperative Giralgeldschöpfung“; in den Bilanzen wird dieser Vorgang mehr oder weniger verschleiert; bei Geschäftsbanken sind vom Gesamtwert der Guthaben der Bankkunden nur drei bis vier Prozent in Form von Bargeld vorhanden; die fälschliche Annahme, das auf die Bank gebrachte Geld würde einem weiterhin gehören; es bleibt die Forderung an die Bank; Zins und Zinseszins ist bei weitem nicht die einzige Ursache für strukturell bedingte Ungleichheit im Geldsystem; der Verein Monetative e.V.; Änderung im Geldsystem ist möglich; Interesse, Verständnis und Mut, darüber zu sprechen; das Geldsystem könnte anders organisiert werden; es ist alles da; wenn ein Parkplatzbesitzer den Wert der Autos, die auf seinem Parkplatz stehen, in die Bilanz einrechnet, würde man sagen er „spinnt“; Abschaffung des Bargelds wäre Vorteil für die Banken; es passiert jetzt schon laufend, dass Menschen sich ändern; oft sind es Fachleute, die aussteigen und dann Licht rein bringen; das Leben kann Wege und Möglichkeiten finden, die viel größer sind als alles, was wir uns vorstellen können; wenn das Erblühen auf materieller Ebene niedergedrückt wird durch ein Geldsystem, von dem nur ein winzig kleiner Teil der Menschen Vorteile hat, dann steht das diesem Erblühen der Menschen entgegen; Blickwinkel von Mari Nil – das Geld als Wesen wahrnehmen; Dankbarkeit; die Hürde – ach, dieses Thema tu ich mir nicht auch noch an; für sich selbst zu Einsichten kommen. Gut aufbereitetes Wissen zum Thema: Buch von Horst Seiffert: Zur Webseite„Geldschöpfung, die verborgene Macht der Banken“, Videos von Bernd Senf: www.berndsenf.de, Verein Monetative e.V.: www.monetative.de 

 

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Devasetu: Das Leben arrangiert aus sich heraus alles ganz perfekt

Dieses kurze Interview führte Petra Gugler mit Devasetu am ersten Abend des Forum Erleuchtung Berlin Kongresses im August 2014.

 

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Anerkennung für Devasetu, der mit Jetzt-TV unter anderem auch den Boden für den Kongress Forum Erleuchtung bereitet hat; aus der Sicht von Devasetu ist das kein persönlicher Verdienst; Jetzt-TV ist entstanden weil es „dran“ ist und einfach passiert; die Arbeit von Jetzt-TV geschieht durch Devasetu, aber er macht es nicht; sehen, was „ist“ – zur Zeit ist da eine Energie und ein Mitfließen mit der Arbeit für Jetzt-TV; über das Feld beim Forum Erleuchtung; über die Entwicklung vom ersten bis zum dritten Kongress Forum Erleuchtung; in diesem, dem dritten Kongress geht es weniger um spirituelle Themen und Konzepte als bei den anderen Kongressen; über das geplante Forum Werk; das Leben arrangiert ganz von selbst alles perfekt; über das Zusammensein mit Menschen gleicher Ausrichtung; Benennungen und das Konstruieren von Zusammenhängen ist am wegfallen; über das Phänomen, dass jetzt in dieser Zeit immer mehr Lehrer auftauchen, die über Nondualität sprechen.

 

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Romen Banerjee: Erleuchtung, was ist das eigentlich?

Romen Banerjee, der Organisator derforum erleuchtung Kongresse aus Berlin wird in der Reihe „Neue-Medien-Konferenz“ live von Sabine und Jeet von Jeet-TV und aus Gomera von Devasetu im Rahmen der gemeinsame Projekte vom emc, dem Europäschischem Medien Center interviewt (Nov. 2013).

 

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Sabine und Jeet von Jeet-TV: Stille tanzen u. Ermutigung u. Hilfe, unser Potential ganz zu leben

Devasetu interviewte Sabine und Jeet von Jeet-TV live im Oktober 2013. Anschließend wurden Julia Sonne und Karsten Steffens vom EU Institut für angewandte Intuition und Klaus Stuedtje von Lebenstreffen.org dazu geschaltet, zum Austausch über gemeinsame Projekte im Rahmen vom emc, dem Europäschischem Medien Center.

 

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Devasetu von Jetzt-TV im Interview mit Jeet-TV

Jeet von Jeet-TV interviewte Devasetu von Jetzt-TV live im Oktober 2013.

 

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Devasetu: Ein turbulentes Energie-Festival und ein Nach-innen-Fallen

 

 

In diesem Video spricht Devasetu darüber, wie er den 1. Berlin Kongress forum erleuchtung erlebt hat.

 

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Interessante und energetisch sehr starke Erfahrung, drei Satsang-Lehrer gleichzeitig ohne Moderation in einer Veranstaltung zu erleben; ohne Drehbuch, das Leben, wie es sich im Moment entfaltet hat; lebendige Drei-Std.-Session mit drei Lehrern (besser gesagt: Leerern) mit Satsang, Fragen zu Erwachen, der persönlichen Geschichte der Lehrer – manche Session eher turbulent, andere eher harmonisch; das Gefühl, es durfte alles sein; die Möglichkeit Fragen an einen bestimmten Lehrer zu adressieren; vom verstandesmäßigen Urteilen zu energetischem Aufnehmen; lange Mittagspause, nutzbar um sich zu bewegen als Ausgleich für die ca. neun Stunden Sitzen am Tag; menschliche Begegnung jenseits von Lehrer- und Schülerrollenverteilung; die letzte Session am Sonntagabend mit HO; Öffnung und Berührtheit bei Mara Anna Groß; Offenheit und Akzeptanz der anderen Lehrer, als HO eindeutig der Kristallisationspunkt der gemeinsamen Session war; der furiose Energiehöhepunkt der letzten Session mit Massen-Kuscheln, Singen und ekstatischem Tanzen; unterschiedlicher Ausdruck der verschiedenen Lehrer, bei ähnlicher Funktion, nämlich die als Lehrer (Leerer); Sharing-Runde der Lehrer; das berührende Buch zum Kongress: Erleuchtung – Phänomen und Mythos”; ein Nach-innen-Fallen, Zufriedenheit, ein Geschehen-Lassen, Dankbarkeit – auch für die ehrenamtlichen Organisatoren; Offenheit für andere äußere Formen für Satsang.

 

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Die Videos vom Kongress bietet Neue Weltsicht an:

 

http://shop.neue-weltsicht.de/de/Kongresse-Vortraege/Forum-Erleuchtung/

 

Devasetu Wolfram Umlauf:

Devasetu Wolfram Umlauf, geb. 1954 in Brühl bei Köln, ist Ernährungsberater, Masseur, Begründer der Orkasis-Meditation, Netzwerker für Satsang- Publikationen und Organisator von Veranstaltungen im spirituellen Bereich. Schon in frühen Jahren fand er zu dem indischen Mystiker Osho und später zu Poonjaji und Ramana Maharshi.

 

"Schon seit Jahren hatte ich den Impuls, spirituelle Inhalte und weise Menschen ins Fernsehen zu bringen. Bei den etablierten Sendern fand ich leider kein offenes Ohr dafür, so dass ich diese Idee aufgab. Jetzt gibt es dank des technischen Fortschritts die Möglichkeit, mit relativ wenig Aufwand Filmbeiträge ins Internet zu stellen, und aus der ursprünglichen Idee ist das Projekt Jetzt-TV entstanden, in das ich sehr gern meine Energie und Arbeit stecke."

 

Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2017


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