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Johan: Wenn alles in das existentielle Nicht-Wissen zurückfällt

Interview mit Johan, Januar 2021, Fragen von Yvonne, Wolfgang und Devasetu.

 

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Johan hat ein Bedürfnis, die Dinge zu beleuchten und die verschiedenen Seiten sich anzuhören und selber sich hineinzuversetzen, die spekulierten Motivation zu verstehen und nachspüren zu können; möchte gerne wissen, was ist mit dieser Menschheit los? Ganz generell, was ist auf diesem Planeten los? Mit diesem Leben? Auch das verstehen zu können, dafür gehört für Johan das Intellektuelle, alle Seiten zu beleuchten und auch das zu fühlen, sich hineinzuversetzen…, spielt es gerne durch, aber letztlich fällt es wieder weg, fällt in das existentielle Nicht-Wissen zurück, also es bleibt da nie ein ganz fester Standpunkt übrig, wie es jetzt wirklich ist, oder wie es kommt; …letztlich gibt es nicht so etwas wie eine ultimative Kontrolle. Von der höheren Perspektive aus gesehen ist es natürlich immer nur ein Ablauf, aber das Gefühl von Moment zu Moment ist natürlich, sozusagen das lebendige, greifbare Motiviert-Sein an irgendwas… Für Johan ist es ganz klar, dass es verschiedene Ebenen sozusagen der Erleuchtung gibt, so würde Johan es sagen oder des Aufwachens und Johan beschreibt die Ebenen oder Stufen, wenn man so will; es geht für Johan nicht nach oben raus, sondern, wenn es überhaupt eine Richtung gibt, dann nach unten, modellhaft gesprochen; gehen die Traumatisierungen, wenn jemand in dem Ich-bin / Stille/ Bewusstsein verankert ist, automatisch mit weg? Ein kleiner Teil wird gesättigt, weil es so eine überwältigende und schöne Erfahrung ist, aber ein Großteil muss nach und nach durchlebt werden und vielleicht auch mit Therapien oder bestimmten Methoden bearbeitet werden, aber auf jeden Fall durchlebt, und das ist nicht ohne, da taucht besonders viel auf, wenn die Identifikation mit dem Ich nicht mehr so da ist…; das Ich greift nicht mehr richtig, mit den Jahren wird es besser verdaut, was da so hochkommt, nicht mehr so aggressiv, und Johan spricht von seinem Prozess, jetzt 11Jahre, der Körper arbeitet auch viel nach; Aufwachen nicht passieren kann, bevor Traumatisierungen bearbeitet sind? Es entspricht überhaupt nicht Johans Erfahrung, es eher so ist, auch durch das Aufwachen überhaupt erst die Möglichkeit besteht, bestimmte Dinge zu verarbeiten; man ist gut beraten, vorher auch schon etwas vorzuarbeiten, aufzulösen; es ist individuell, was dann dran ist, drängt sich einfach auf; Johan benutzt den Begriff Gott, wofür genau steht er? Aus diesem Unbekannten kommt ständig die Fontäne des Seins, was sich ständig erneuert, ständig weiterentwickelt und wieder vergeht; dieses Unbekannte ist für Johan auch die schöpferische Komponente; es ist so paradox, weil es ist etwas, was man selber gar nicht wahrnehmen kann, und weil es selber nichts Wahrnehmbares ist, nur deswegen ist es in der Lage, jede Wahrnehmung, jede Form, die erscheint, auftauchen zu lassen; es ist paradox; im Kern ist Gott das Nicht-Erkennbare, Nicht-Erfahrbare,...#Mehr...# was schon immer ist, was immer sein wird, was hinter jeder Erfahrung steckt, immer noch tiefer, sozusagen, das nennt Johan Urgrund, es ist aber nichts Erfahrbares und das macht Gott eben aus, dass er nicht greifbar ist, sonst würde das Ego auch wieder etwas draus machen; immer wenn man sagt, jetzt hab ich den Frieden gefunden, jetzt hab ich die größte Erleuchtung erfahren, das ist schon wieder ein Stück weit daneben; Gott lässt sich nicht definieren, nicht einfangen, sozusagen; die Erscheinung ist sowohl Illusion also auch der Urgrund; die Wahrheit, die hier als Illusion erscheint; die Beantwortung der Frage: Kann man was tun, wenn man selbst auch „aufwachen“ möchte? Man kann zwar machen, was man will, aber man kann nicht wollen, was man will; aber wenn einen etwas antreibt und wenn Interesse da ist, dann muss man es ja machen; es muss so sein, wie es ist, es geht ja nicht anders, und damit muss auch jede Tat getan werden, die sich aufdrängt und da gibt es keine Wahl, es gibt keine Alternative dazu, sonst hätten wir die Alternative, wenn die besser wäre, dieses Denken ist eigentlich ein bisschen albern; jedes Interesse muss verfolgt werden, auch jedes Interesse nach Wahrheit, nach Vertiefung, nach noch mehr Erleuchtung, wonach auch immer, nach Klarheit, nach Frieden, wenn das auftaucht, und letztlich ist es derselbe Antrieb, es ist alles Gottes Antrieb; bei Johan war der Weg zum Aufwachen über die Gefühle, würde Johan es jeden empfehlen? Es gibt verschieden Zugänge und wie Johan schon gesagt hat, verschiedene Ebenen des Aufwachens, am besten, man kann sich ein bisschen selber einen Eindruck verschaffen, wo man selber steht, sozusagen; es kann immer noch tiefer aufwachen und für eine bestimmte Tiefe des Aufwachens ist es absolut notwendig, dann die Gefühle mit hereinzunehmen, es geht gar nicht anders, weil, wenn ich die Gefühle nicht zulassen kann, dieses energetisch, innerlich im Körper, dieses Gefühlssystem, dieses ganze Ich-Knäuel, das hat ja auch verschiedene Ebenen..., wenn da keine Bewegung, keine Öffnung reinkommt, dann kann dieses ganze System sozusagen nicht mit in die Stille, es kommt nicht mit in die Tiefe, es bleibt dann wie auf dem Sessel sitzen, und sobald der Verstand, der Alltag weiter geht, sitze ich wieder in meinem alten, rostige Karren, sozusagen; das Aufwachen, sich immer weiter vertieft; die Beantwortung der Frage: Wer oder was wacht auf und bei wem vertieft sich dann etwas? Gott ist nicht verschieden von seiner Erscheinung, es ist alles zusammen; Gott geschieht die Erleuchtung immer wieder aufs Neue und dem Menschen, könnte man sagen, oder dem Organismus geschieht auch Erleuchtung; und auf verschiedenen Ebenen, gibt es eben verschiedene Phänome und Auswirkungen davon, aber alles zusammen natürlich ist, dass diese Identifikation mit diesem Ich eben nachlässt; dieses identifizierte, dieses traumatisierte Ich, das erfährt natürlich, in dem Sinne keine Erleuchtung; es löst sich nach und nach immer mehr auf, insofern ist es auch die Erleuchtung, es gibt sich hin; Gott braucht die Erscheinung, um überhaupt aufwachen zu können? Ja, ohne Erscheinung und auch ohne Gewahrsein, was ja auch eine Erscheinung ist, gibt es gar keine Selbsterkenntnis, ist einfach wie Tiefschlaf…, und noch weiteres Interview mit Johan, herzlichen Dank.

Johan: Woher weiß ich, dass ich erleuchtet bin?

Johan beantwortet diese an ihn gestellte Frage im Video von Dez. 2020.

 

Johan: Das Sein und der unauffindbare Urgrund

Interview mit Johan im April 2020, Fragen von Devasetu und Yvonne.  Zum Video...

 

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In Johans Blogg sind Devasetu die Worte „allumfassende Wahrheit und unauffindbarer, alles enthaltener Urgrund“ aufgefallen, was ist damit gemeint? „Geronnen“ aus vielen, vielen Jahren einer langjährigen Entwicklung, die sich in Johan vollzogen hat, durch verschiedene Stufen und Schritte...; u. a. auch in Nisargadattas Bücher wieder gefunden, die Beschäftigung damit hat Johan bestätigt, dass das auf ihn zukommt oder sich das anbahnt und hat die ganze Sache dann verstärkt und irgendwie klargemacht auch im Verstand; vor 10 Jahren war Johan bei Christian Meyer, da hat die ganze Sache angefangen, das Aufwachen; bei dem Aufwachen ist es nicht geblieben, sondern es hat sich in größeren, mehreren wahrnehmbaren Schritten noch vertieft und geklärt; Leere und das Wort Nichts gefällt Johan nicht, weil es ist viel zu trocken, es fühlt sich ja sehr lebendig an...; es ist für alles Platz, weil es selber nichts Bestimmtes ist, dadurch kann es alles sein; das Sein und das, was Johan den unauffindbaren Urgrund nennt, ist nicht getrennt, es sind zwei Aspekte; ...wie kann man von etwas sprechen, was man nie erfahren kann? Von Karl Renz zitiert, das Gewahrsein ist die subtilste Form von Anwesenheit; es darüber hinaus auch „einen Bereich gibt, wo das Gewahrsein stirbt“; die absolute „Nichterkenntnis“; Nisargadatta zitiert: Der wahre und ewige Frieden liegt noch jenseits der Quelle von Bewusstsein; Johan berichtet darüber, wie das Gewahrsein bei ihm verschwunden ist; ...die Ebene des „Nicht-Gewahrseins“ verankert sich im System, man kann darauf Bezug nehmen, obwohl es keine Wahrnehmung hat; ...ist es der natürliche Zustand? Für den Menschen im Allgemeinen ist es sicherlich nicht sehr natürlich, sonst hätten wir mehr Menschen, die was davon wüssten und die darüber sprechen würden, und von Tieren wissen wir es nicht, wie die sich wahrnehmen; es ist ein riesiges Abenteuer und ein riesiges Ding, sich dem anzunähern und zu stellen auch als Mensch, ...wegen der Todeserfahrung und wegen den (körperlich, emotionalen) Prozessen, die da kommen und konfrontierten...; wirft einen in ein ganz anderes Dasein rein; Johan spricht weiter über die Zwischenschritte, auch über das Fallen, wovon Christian Meyer SchülerInnen häufig berichten während des Aufwachprozesses und die körperlichen Auswirkungen davon, den Umgang mit den Prozessen, auch das gemeinsame Erbe der Menschheit...#Mehr...# und über sein „persönlich alltägliches“ Leben auf dem Land, über seine Ernährungsumstellung, Berufswahl, Nähe zur Natur, seine spirituellen Texte und ob er sich beispielsweise als spiritueller Lehrer sieht, des weiteren Aussagen über die momentan weltweite Krisensituation; es ist keine komische Oper zur Zeit, mehr ein Drama als eine Oper. Vielen Dank für das Interview.

Johan: Reines Gewahrsein, seiner selbst gewahr

Ein Video mit Johan von März 2020.

 

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Es folgt eine kurze geführte Meditation, du kannst jetzt erst einmal so da sein. Worüber möchte Johan heute reden? Vor ein paar Jahren war Johann auf den Erleuchtungskongressen von Ludmilla und Roland zu sehen, jetzt ist einige Zeit vergangen, die innere Entwicklung ist weitergegangen, hat sich vertieft und Johann hat sich gefragt, ob er jetzt auch etwas mitzuteilen hätte, was vielleicht den einen oder anderen von Nutzen sein könnte auf seinem Weg. Als erstes möchte Johan sprechen über seine Erfahrung und auch über seine Sichtweise zum Aufwachen selber; sich scheinbar das Thema auch stark verbreitet, da aber wichtige Grundlagen Johans Ansicht nach völlig übersehen werden; es ist völlig in Ordnung; ...für diejenigen, die es aber wirklich in der Tiefe innerlich für sich nachvollziehen wollen und den Weg gehen wollen und sozusagen nichts verpassen wollen würde Johann gerne etwas sagen…; Johan beschreibt sein Aufwachen bei Christian Meyer vor 10 Jahren während eines Retreats; in der Folgezeit sich etwas stabilisiert hat in Johan, das er als reines Gewahrsein bezeichnen würde, und es ist eine Komponente oder Ebene, wo Gewahrsein nur noch seiner selbst gewahr ist...; existenziell wird die Perspektive gewechselt zum Gewahrsein hin und das ist der erste große Schritt, es ist das Aufwachen und Johan ist es wichtig da zu betonen, dass es noch einen weiteren Schritt gibt, der viel später erst passieren kann oder bei vielen auch gar nicht; der zweite Schritt besteht darin, dass das Gewahrsein auch noch mal stirbt. Dieses Gewahrsein, was man jetzt geglaubt hat, das sei die Wahrheit, das bin ich in Wirklichkeit, das ist das wahre Selbst, dieses reine Gewahrsein auch noch mal stirbt, und zwar in einem absoluten „Nichtwissen“, in eine absolute Freiheit, und das ist für Johan die Wahrheit, weil – das ist immer und das ist immer schon gewesen und zu allen Zeiten und unter allen Umständen, auch schon im Tiefschlaf und vor dem Aufwachen... ; die Ebene des reinen Gewahrseins war vor dem Aufwachen so nicht gegeben, das Gewahrsein ist etwas, was man sozusagen finden kann und Johan zitiert u. a. Karl Renz…; für Johann das wahre zu Hause, die absolute Stille, über die sich überhaupt nichts mehr sagen lässt; jeden Anspruch auf Existenz abgeben öffnet sich eine noch viel tiefer Freiheit; ... und Johann spricht weiter zum Thema, weiter reifen und immer mehr durchdringen und nimmt kurz Bezug zur Coronavirus-Krisensituation; das bestmögliche aus dieser Krise zu machen, jeder auf seine Weise, für sich selbst und für uns alle zusammen natürlich und vor allem auch für die Wahrheit und für die Spiritualität. Vielen Dank.

Johan: Durchbruch in die Abwesenheit

Dieser Satssang mit Johan fand beim Erleuchtungs-Kongress 2015 in Berlin statt.

 

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Über Johans Erfahrungen nach dem Aufwachen; die Entdeckung der inneren Weite; Durchbruch in die Abwesenheit; die Verschmelzung der Anwesenheit mit der Abwesenheit; die Auflösung der Identifikation mit dem Absoluten; ohne Identifizierung, einfach da sein; individuelles Erwachen; die Sehnsucht nach Tiefe; in die Angst hineinfallen; bei der Angst bleiben, ohne etwas zu wollen; wenn wir in die Tiefe fallen, wacht die Angst auf; im Fallen verschwindet das Wissen um die eigene Anwesenheit; im Fallen löst sich jede sinnliche Wahrnehmung auf; die fulminante Explosion ins 100-prozentige Potenzial; das Gefühl der Ausdehnung; Anspannung hindert nicht am Aufwachen; den Emotionen Raum geben; Phasen der Abwesenheit von Gedanken; über Wahrheit und Ehrlichkeit.

 

 

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Johan:

Ich fand den Zugang zur vollkommenen inneren Stille während eines Retreats 2009 bei meinem Lehrer Christian Meyer
durch das Zulassen und vollständige Fühlen aller Gefühle, die sich dann von selbst
wieder auflösen oder verbrennen, wenn man nichts damit tut, außer sich in sie hinein- und dann hindurchfallen zu lassen.
Das hat bei mir nach kurzer Zeit scheinbar geradewegs ins Aufwachen geführt, zu einem dauerhaften Shift in Richtung
Stille, Frieden und absoluten Bewusstseins, auch wenn das Aufwachen selbst letztendlich reine Gnade ist und nicht gemacht werden kann.

In den folgenden Jahren hat sich das Aufwachen immer weiter vertieft und stabilisiert.
Ebenso wie die Ausrichtung auf das Aufwachen liegt mir die Reifung auf menschlicher Ebene am Herzen, die individuell sehr verschieden aussehen kann und darf. Ohne sie ist es meiner Erfahrung nach nicht möglich im quasi ständigen Gewahrsein der Stille und der inneren Freiheit zu leben.
Diese zweipolige Ausrichtung ging und geht noch manchmal mit Herausforderungen, mentalen, tief emotionalen und körperlichen Prozessen einher. Auch wenn es mit den Jahren immer leichter und runder wird, sehe ich prinzipiell keinen Sinn darin innerlich irgendwo stehen zu bleiben. Ich erlebe bei mir nach wie vor einen liebevollen aber konsequenten Drang in Richtung weitere Vertiefung,
Verfeinerung und ständigem Hinschauen bei mir selbst, den ich aber nicht mehr als ichhaft wahrnehme.
Für mich geht es nicht darum ein "Aufgewachter", Heiliger oder perfekter Mensch ohne Fehler zu sein, was ich ohnehin für unmöglich halte, sondern darum, mein Menschsein so gut wie möglich mit der göttlichen Natur des Universums zusammenzuführen, was konkret in jedem Moment etwas anderes bedeuten kann.

"Die wahre Natur ist das, was noch über alle Grenzen des möglichen hinaus existiert.
Sie war vor dem Anbeginn des Universums und wird noch nach seinem Ende sein. Und sie ist auch alles dazwischen.
Zeige mir auch nur irgendetwas, dass nicht sie ist und ich gebe es auf mit der Erleuchtung."

Mehr Info über Johan:


Letzte Aktualisierung: 23. Jan. 2021.

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